Kreisgruppenvorsitzender Dr. Anton Negele stellt die moderate, aber dennoch erfreuliche Steigerung der Mitglieder in der Kreisgruppe fest, welche zum Jahresbeginn bei 859 lag. Signifikant rangiert die Kreisgruppe mit einem Anteil von 17 % über dem Frauenanteil des Landesjagdverbandes (rd. 13 %), was verdeutlicht, dass die Jagd hier im Landkreis und in der Stadt Neustadt in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Er legt einen weiteren Schwerpunkt auf die deutliche Verbesserung in der Öffentlichkeitsarbeit, hier greifen insbesondere die Aktivitäten in den sozialen Medien und die Optimierungen des Internetauftrittes der Kreisgruppe. Ein großes Pfund der Kreisgruppe ist der sehr gute Austausch mit der Jagd- und Veterinärverwaltung im Kreis. Gerade im immer noch anhaltenden Szenario der Afrikanischen Schweinepest stellt der partnerschaftliche Umgang miteinander und die Bereitschaft der Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung bei der Seuchenbekämpfung ein hohes Gut dar, das es zu pflegen gilt.
Weiter im Fokus steht für die Jägerschaft im Kreis die Novellierung des Landesjagdgesetzes, die in 2027 in Kraft treten soll. Im Prozess des Gesetzgebungsverfahren hat der LJV stehts versucht, auf fachlicher Ebene gegen die Änderungen des Landesjagdgesetzes zu arbeiten. Zwar liefen viele Bemühungen ins Leere, dem Verband ist es jedoch hierdurch gelungen, stehts glaubwürdig zu bleiben und steht weiterhin, wie auch die Vertreter der Kreisgruppe, im Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern. Negele bringt die vorsichtige Hoffnung zum Ausdruck, dass das neue LJG noch auf Augenhöhe mit der Jägerschaft angepasst werden wird.
Der für Bad Dürkheim im Landtag sitzende Abgeordnete Markus Wolf (CDU) betont hier den guten Austausch mit der Jägerschaft und dankt dieser für ihre Arbeit für Natur und Wild. Überdies sagt er zu, dass nach dem anstehenden Regierungswechsel in Mainz das LJG nochmals in die Beratung kommt und Änderungen eingebracht werden.
Auch Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld sieht die Jägerinnen und Jäger in enger Partnerschaft mit dem Landkreis und betont das besondere Maß, in dem diese Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen. Ebenfalls übt er deutliche Kritik am LJG, da die Änderungen zu sehr aus rein forstlicher Sicht erfolgten. Landrat Ihlenfeld äußert jedoch auch die Zuversicht, dass nunmehr gute Lösungen gefunden werden können.
Forstamtsleiter Frank Stipp betont die große Schnittmenge zwischen Forst und Jägerschaft in ihrer gemeinsamen Verantwortung, Wild und Wald in einer vernünftigen Balance zu halten. Auch stellen sich Forst und die Jagdausübungsberechtigten gemeinsam der Problematik immer neu hinzukommenden ungenehmigten Mountainbikestrecken, insbesondere der Down-Hill-Trails.
Erfreulicherweise konnten in der Kreisgruppe auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Ehrungen für das jagdliche Engagement erfolgen.
Ehrungen:
25-jährige Mitgliedschaft
Andreas Stortz, Neustadt
Gerald Schön, Haßloch
Steffen Geisel, Kallstadt
Gerd Schmitt, Haßloch
40-jährige Mitgliedschaft
Anita Bredel, Haßloch
Gabi Müller, Obersülzen
Gottfried Beck, Dackenheim
Matthias Nicola, Carlsberg
Hans-Friedrich Gutting, Grünstadt
Wolfgang Rapp, Erfenstein
50-jährige Mitgliedschaft
Gerhard Dürr, Neustadt
Günther Brieskorn, Neustadt
Hans Otto Brandenburger, Haßloch
Helmut Rauen, Neustadt
Willy Claassen, Weisenheim am Sand
Ludwig Weber, Grünstadt
Bernd-Otto Hartmann, Kirchheim
60-jährige Mitgliedschaft + LJV Treuenadel in Bronze für 5-jähriges Bläserjubiläum
Werner Friedrich Dexheimer, Neustadt
Arno Fickus, stellv. Obmann für Öffentlichkeitsarbeit
Bild:
Die Geehrten mit
Kreisbeigeordneten Jonas Bender
Landtagsabgeordneter Markus Wolf
Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld
Kreisgruppenvorsitzender Dr. Anton Negele (v. L. n. R.)
Kreisbeigeordneter Sven Hoffmann (1. v. R.)

